Die Herausgeber

Günter H. SeidlerSeidler Guenter 767x1024 Die Herausgeber

Prof. Dr. med. Günter H. Seidler ist Leiter der Sektion Psychotraumatologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universitätsklinik Heidelberg. Er begann seine Laufbahn als Neurochirurg. Er ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Psychoanalytiker und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Gruppen-Lehranalytiker (DAGG), Lehrtherapeut und -analytiker und EMDR-Supervisor.

Der Vorentwurf zu seinem ersten Buch (“Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham”) wurde 1989 mit dem Förderpreis der DPG (Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft) ausgezeichnet. Dessen amerikanische Ausgabe avancierte in Trauma-orientierten Kreisen der Psychotherapieszene in den USA zum Kultbuch. Die empirische Überprüfung des dort entwickelten Konstruktes in seiner Habilitationsschrift (“Stationäre Psychotherapie auf dem Prüfstand. Intersubjektivität und gesundheitliche Besserung”, 1999) wurde mit dem “Forschungspreis Psychotherapie in der Medizin” ausgezeichnet. Seine Befunde veranlassten ihn zu einem Paradigmawechsel, und er wandte sich der Psychotraumatologie zu.

Günter H. Seidler ist Mitherausgeber der Zeitschrift »Trauma & Gewalt. Forschung und Praxisfelder«.

Günter Seidler hat zahlreiche wissenschaftliche Projekte zu den Folgen individueller Gewalt und zu Großschadensereignissen sowie zur Therapieentwicklung durchgeführt, ist Berater verschiedener Ministerien im In- und Ausland und gilt international als einer der führenden Psychotraumatherapeuten. In seiner praktischen Arbeit verbindet er eine wissenschaftliche Orientierung mit Kompetenzen in zahlreichen Therapieverfahren und mit eigenen Ansätzen. Er ist Mitglied und Funktionsträger in mehreren internationalen Trauma-Fachgesellschaften, insbesondere in WADEM (World Association for Disaster and Emergency Medicine), und war in vielen internationalen Großschadensfällen tätig. Sein letztes Buch (Hrg.; mit W. U. Eckart, 2005) zur Psychotraumatologie galt der Verbindung von klinischen Fragestellungen mit historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen: “Verletzte Seelen. Möglichkeiten und Perspektiven einer historischen Traumaforschung”. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Historische Traumaforschung, Akut-Psychotraumatologie, Entwicklung traumaadaptierter Therapieverfahren und Großschadensereignisse.

Harald J. FreybergerSE PR Freyberger Harald 225x300 Die Herausgeber

Prof. Dr. med. Harald J. Freyberger ist seit 1997 C4-Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Greifswald und Direktor  Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie an den Standorten Greifswald und am Hanse-Klinikum Stralsund. Er studierte Humanmedizin in Hamburg und Zürich und promovierte 1986 über eine einzelfallstatistische psychophysiologische Psychotherapiestudie. Nach Absolvierung der Facharztweiterbildung für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Lübeck war er dort als klinischer Oberarzt tätig und habilitierte 1995 zu diagnostischen Fragestellungen. In seiner psychodynamischen und verhaltenstherapeutischen Ausbildung erfolgte eine Schwerpunktsetzung durch die Arbeitsgemeinschaft für die Psychoanalyse in Gruppen. Zwischen 1996 und 1997 war er als leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn beschäftigt.

Die Forschungsschwerpunkte betreffen einerseits diagnostische und epidemiologische Fragestellungen. So war er beispielsweise an der Entwicklung und empirischen Überprüfung der ICD-10 und des multiaxialen Systems der Operationalisierten psychodynamischen Diagnostik (OPD) in Deutschland beteiligt. Andererseits beschäftigt er sich wissenschaftlich mit den Themenfeldern  Traumatisierung und Dissoziation, Versorgungsforschung und Psychotherapieforschung.

Harald Freyberger ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zur operationalisierten psychiatrischen und psychodynamischen Diagnostik und hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Buchbeiträge publiziert. Er ist Mitherausgeber des “Kompendiums für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin”, des Handbuchs zur Psychotraumatologie und des “Fragebogens dissoziativer Symptome (FDS)”. Er arbeitet u.a. im Editorial Board der Zeitschriften “Psychotherapy and Psychosomatics” und “European Addiction Research” und gibt die Zeitschriften “Psychodynamische Psychotherapie” und “Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie” mit heraus. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie der Bundesärzte- und Bundespsychotherapeutenkammer und Mitvorsitzender des Referates Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP).

Andreas Maercker

SE PR Maercker Andreas 200x300 Die HerausgeberProf. Dr. phil. Dr. med. Andreas Maercker ist Ordinarius am Psychologischen Institut der Universität Zürich und leitet dort die Fachrichtung Psychopathologie und Klinische Intervention. Er studierte Medizin und Psychologie in Halle/Saale und Berlin. 1994 erfolgte ein einjähriger Forschungsaufenthalt an der University of California, San Francisco. 1998 habilitierte er sich an der Technischen Universität Dresden zum Thema “Posttraumatische Belastungsstörungen: Psychologie der Extrembelastungsfolgen bei Opfern politischer Gewalt”.

Er zählt zu den führenden internationalen Traumaforschern. Im Bereich der Trauma- und PTBS-Forschung beschäftigt sich seine Arbeitsgruppe u.a. mit der Kombination therapeutischer Techniken und deren Wirksamkeitsnachweisen, mit posttraumatischer Reifung (posttraumatic growth), Resilienzfaktoren wie der sozialen Anerkennung als Traumaopfer, der Medienwirkung auf Traumatisierte sowie dem Thema Ärger und Racheimpulse bei Traumaüberlebenden. Ein zweiter Schwerpunkt seiner Forschung und therapeutischen Arbeit sind die Alterspsychotherapie, insbesondere Patienten mit Depressionen, Komplizierter Trauer und die Frühstadien von Demenz.

Andreas Maercker ist Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zu Posttraumatischen Belastungsstörungen: “Therapie der Posttraumatischen Belastungsstörungen” (2. Aufl., 2004), “Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörungen: störungsspezifisch und schulenübergreifend” (2006), “PTSD: A Lifespan Developmental Perspective” (1999), “Psychotraumatologie” (mit U. Ehlert, 2002). Dazu veröffentlichte er mit seiner Arbeitsgruppe über 150 wissenschaftliche Fachartikel und Buchbeiträge in den Bereichen der Traumafolgenforschung und Alterspsychotherapie. Andreas Maercker war Mitbegründer und Präsident der “Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)” und ist Vorstandsmitglied von Fachgesellschaften wie der “International Society of Traumatic Stress Studies”. Sein Wirken wurde 2004 mit dem Preis der “Margit-Egner-Stiftung für anthropologische und humanistische Psychologie” ausgezeichnet.
Er ist Mitorganisator des postgradualen Studiengangs “Psychotraumatologie” an der Universität Zürich.

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